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Daunenkissen waschen: So geht's richtig – Schritt für Schritt

5. Okt.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Okt.

Daunenkissen waschen ist einfacher, als viele denken: Mit der richtigen Temperatur, einem milden Daunenwaschmittel und gründlichem Trocknen wird Ihr Kissen wieder frisch und flauschig. Wir nutzen jede Nacht rund acht Stunden unser Kopfkissen. Dabei nimmt es Schweiß, Hautfett und Hautschuppen auf.

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie oft Sie Ihr Daunenkissen waschen sollten, welche Einstellungen die Waschmaschine braucht und wie die Daunen beim Trocknen nicht verklumpen.


Kann man Daunenkissen waschen?

Ja, die meisten Daunenkissen sind waschmaschinengeeignet. Schauen Sie vor dem Waschen immer auf das Pflegeetikett. Dort stehen die erlaubte Temperatur und ob das Kissen in den Trockner darf.

Prüfen Sie außerdem die Nähte. Kleine Löcher sollten Sie vorher zunähen, sonst treten in der Maschine Daunen und Federn aus.


Wie oft sollte man ein Daunenkissen waschen?

Ein- bis zweimal im Jahr reicht für die meisten Daunenkissen. Zu häufiges Waschen strapaziert die Daunen und lässt sie schneller an Bauschkraft verlieren.

Öfter waschen sollten Sie, wenn Sie nachts stark schwitzen, eine Hausstauballergie haben oder das Kissen sichtbar verschmutzt ist. Der Kissenbezug dagegen gehört jede Woche in die Wäsche.


Daunenkissen in der Waschmaschine waschen – Schritt für Schritt

So waschen Sie Ihr Daunenkissen schonend und gründlich:

  1. Bezug abziehen und Kissen prüfen. Entfernen Sie den Kissenbezug und kontrollieren Sie Nähte und Stoff auf Löcher.

  2. Große Trommel nutzen. Die Waschmaschine sollte mindestens 7 kg fassen. Das Kissen braucht Platz, damit Wasser und Waschmittel die Daunen gleichmäßig durchdringen. Waschen Sie maximal zwei Kissen gleichzeitig.

  3. Daunenwaschmittel verwenden. Nehmen Sie ein spezielles Daunenwaschmittel oder ein mildes Feinwaschmittel. Es erhält die natürlichen Fette der Daunen, die für die Bauschkraft wichtig sind. Dosieren Sie sparsam.

  4. Richtige Temperatur wählen. Meist sind 40 °C bis 60 °C erlaubt. Bei 60 °C werden auch Hausstaubmilben zuverlässig entfernt – vorausgesetzt, das Pflegeetikett erlaubt es.

  5. Schonprogramm mit extra Spülgang. Wählen Sie ein Fein- oder Daunenprogramm. Ein zusätzlicher Spülgang spült Waschmittelreste vollständig aus.

  6. Moderat schleudern. Schleudern Sie mit etwa 800 bis 1.000 Umdrehungen. So verliert das Kissen viel Wasser, ohne dass die Daunen leiden.


Daunenkissen richtig trocknen

Das Trocknen ist der wichtigste Schritt. Bleibt Restfeuchtigkeit in den Daunen, können sie verklumpen, unangenehm riechen oder sogar schimmeln.

Im Wäschetrockner (empfohlen):

  • Niedrige bis mittlere Temperatur wählen (Schonprogramm).

  • Zwei bis drei saubere Tennisbälle oder Trocknerbälle dazugeben. Sie lockern die Daunen auf und verhindern Klumpen.

  • Das Kissen zwischendurch herausnehmen und kräftig aufschütteln.

  • Rechnen Sie mit zwei bis vier Stunden, je nach Kissengröße.

An der Luft:

Ohne Trockner legen Sie das Kissen flach an einen warmen, gut belüfteten Ort. Schütteln Sie es mehrmals täglich auf. Das dauert oft zwei bis drei Tage. Direkte Heizungshitze sollten Sie vermeiden.

Tipp: Fühlt sich das Kissen trocken an, ist es das innen oft noch nicht. Drücken Sie es fest zusammen und riechen Sie daran. Erst wenn kein feuchter Geruch mehr da ist und keine Klumpen zu spüren sind, ist es komplett trocken.



Diese Fehler sollten Sie beim Daunenkissen waschen vermeiden

  • Weichspüler: Er verklebt die feinen Daunen und nimmt ihnen die Bauschkraft.

  • Normales Vollwaschmittel: Es ist zu aggressiv und entfettet die Daunen.

  • Zu kleine Waschmaschine: Das Kissen wird nicht gleichmäßig sauber und die Nähte werden stark belastet.

  • Zu hohe Trocknertemperatur: Hitze kann Daunen und Bezugsstoff schädigen.

  • Unvollständiges Trocknen: Restfeuchte führt zu Klumpen, Geruch und Schimmel.

  • Zu häufiges Waschen: Jede Wäsche beansprucht die Daunen – ein- bis zweimal im Jahr genügt.


So bleibt Ihr Daunenkissen zwischen den Wäschen frisch

Mit etwas Pflege im Alltag müssen Sie Ihr Daunenkissen seltener waschen:

  • Täglich aufschütteln: So verteilen sich die Daunen und das Kissen behält seine Form. Bei Kammerkissen klopfen Sie jede Kammer kurz auf.

  • Regelmäßig lüften: Legen Sie das Kissen ab und zu an die frische Luft, aber nicht in die pralle Sonne.

  • Kissenbezug wöchentlich wechseln: Der Bezug fängt den größten Teil von Schweiß und Hautfett ab.

  • Unterbezug nutzen: Ein zusätzlicher Schutzbezug unter dem Kissenbezug hält das Inlett länger sauber.

Häufige Fragen zum Daunenkissen waschen

Bei wie viel Grad wäscht man ein Daunenkissen?

In der Regel bei 40 °C bis 60 °C. Maßgeblich ist das Pflegeetikett. Bei Hausstauballergie sind 60 °C sinnvoll, wenn das Kissen dafür geeignet ist.

Warum Tennisbälle in den Trockner?

Die Bälle schlagen während des Trocknens gegen das Kissen. Dadurch lösen sich Daunenklumpen und das Kissen wird wieder locker und voluminös.

Was tun, wenn das Daunenkissen nach dem Waschen klumpt?

Dann ist es meist noch feucht. Trocknen Sie es erneut bei niedriger Temperatur mit Tennisbällen und zupfen Sie die Klumpen von außen mit den Händen auseinander.

Warum riecht mein Daunenkissen nach dem Waschen?

Ein leichter Eigengeruch nasser Daunen ist normal und verschwindet nach dem vollständigen Trocknen. Bleibt der Geruch, ist das Kissen noch nicht ganz trocken.

Kann man ein Daunenkissen mit der Hand waschen?

Das ist möglich, aber mühsam. Das Kissen saugt viel Wasser auf und lässt sich schwer ausspülen. Die Waschmaschine mit Schonprogramm ist meist die bessere Wahl.

Kann man Daunenkissen in die Reinigung geben?

Ja. Viele Textilreinigungen bieten eine Daunenwäsche an. Das lohnt sich vor allem, wenn Ihre Waschmaschine zu klein ist.



Fazit: Daunenkissen waschen mit wenig Aufwand

Wer sein Daunenkissen ein- bis zweimal im Jahr wäscht, schläft hygienischer und verlängert die Lebensdauer des Kissens. Entscheidend sind Daunenwaschmittel, ein Schonprogramm und vor allem gründliches Trocknen mit Tennisbällen.

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